Drei Wochen Kanada. Danach.

_D4A7105 (Large)Schön war es in Kanada, genauer BC und ein wenig Alberta. Ganz besonders schön war es am Canim Lake. Bei Rudy und Dorle Gauss vom Canim Lake Resort findet der RV-Reisende (RV=Retirement Vehicle = Wohnmobil) ein ganz besonders schönes Plätzchen Erde, direkt am See, voll in der Natur und mit einer Ruhe, die für manchen sicher beunruhigend sein kann. Dieses Jahr waren wir vier Wochen zu früh dran mit unserer Reise, denn der Winter war streng und lang. Somit lag noch einiges an Schnee in den Wäldern und an den den Straßenrändern. Ergebnis: 1 Bär, 1 Puma, 1 Elk, 2 Seeadler, 2 Wölfe, wenige Streifenhörnchen, mehrere Mules, jede Menge Columbia Ground Squirrels und doch schon einige böse (!) Mosqitos. Aber das allein ist es nicht, was eine Reise nach BC und Alberta ausmacht: Nette Menschen, relaxte Atmosphäre und unglaublich lange Güterzüge. Ein paar Bildchen, unbearbeitet, nur skaliert wie gewohnt hier als Beweis.

Wenn aus Praktikern auch BWLer werden

hwk-schwaben-logoDie Handwerkskammer für Schwaben bietet nach bundeseinheitlich gestalteter Regelung den anerkannten Abschluss zum „Geprüften Betriebswirt nach der HwO“ an. Da bereits aus früheren Jahren eine gute Zusammenarbeit zwischen der hwk schwaben und mir besteht, musste ich nicht lange überlegen: Ab Juni 2014 übernehme ich das Thema „Innovationsmanagement“ im ersten Kurs nach dem neuen Curriculum. Schwerpunkte bilden dabei eine Einführung zu Innovation, Ideenfindungsstrategien, Bearbeitung komplexer Aufgaben, Projektarbeit und die begleitende (wissenschaftliche) Dokumentation. Am Ende der jeweiligen Theoriephase folgt dann die Präsentation der ausgewählten Themen durch die Studierenden. Ich freue mich a) sehr auf die Teilnehmer und b) darauf, meinen kleinen Beitrag für Qualität in der Weiterbildung leisten zu können – eben die Vermittlung von relevantem Wissen für ein erfolgreiches (Arbeits-)Leben.

Für (Mit-)Arbeiter: Beitrag leisten und wirksam sein

malik_wenn_grenzen_keine_sindWie gerne wäre man als Mitarbeiter doch wirksam mit seiner Arbeit… Das gilt auch für viele Führungskräfte. Quasi ein mündiger Beitragsleister zur Organisation als Ganzes. Warum ist das manchmal so schwer oder gar unmöglich? Schließlich wird doch Effektivität und Effizienz stets eingefordert. Von Selbstmanagement des Einzelnen und Selbstorganisation des Ganzen ist da andererseits die Rede.

Das scheint aber nicht zu reichen, denn es gibt noch das Denken in den Köpfen der auf Erhalt der Machtstruktur ausgerichteten Vorgesetzten. Und es ist ja kein Geheimnis: Veraltete Führungs- und Organisationsmethoden taugen bestenfalls zum Verwalten des noch Bestehenden – solange es das noch gibt. Auf keinen Fall aber für ein Vorbereitetsein auf das, was in der Zukunft kommen mag und zählt. Es dient eben gerade nicht als Basis zum berühmten „Change“ der Organisation.

Das System wird zum Gegner des Konstruktiven und Zukunftsgerichteten. Und Regeln sind dazu da, dass man sie einhält. Wozu sind sie sonst auch da? Die „Verwalter“ achten also auf die Regeln und dass sie eingehalten werden. Sonst drohen Repressalien. Am besten droht man schon mal präventiv. Macht und Kontrolle von Menschen anstatt Vertrauen in Menschen, Bewußtseinsentwicklung bei Mitarbeitern und Verantwortungsübernahme des Einzelnen. Operative Hektik statt Innehalten und Nachdenken darüber, was das Richtige wäre (= Effektivität). Bezogen auf die Führer: Verkrampfung aus Angst und Unverständnis (weil Unkenntnis?), statt einem Loslassen verbunden mit etwas Gelassenheit. Mehr noch statt dessen: Mit ihrer mechanistischen Managementdenke glauben diese „Verwalter“ tatsächlich, sie könnten heutzutage ein komplexes System wie eine Organisation in einer zunehmend beschleunigten und komplexeren Umwelt präzise steuern und genau kontrollieren – durch ein Verwalten der Verwaltung anstatt die Konzentration auf die Kunden, das Kerngeschäft mit ihrer Wertschöpfung und den notwendigen Service und Support dazu. Die Folge ist der Tod von Kreativität, Ideen und Innovation, Demotiviation, Menschen wird nichts zugetraut und sie werden klein gehalten. Viel besser wäre die methodische Suche und Identifikation von Talenten bei den vorhandenen Mitarbeitern, das Fördern und Fordern von Menschen durch anspruchsvolle Aufgaben, um sie mit ihrer Leistung und ihren Stärken für den Organisationszweck gezielt einzusetzen.

Einer der aus viel Erfahrung heraus ein Buch schreiben kann ist Fredmund Malik. Und in seinem neuen, laut eigener Aussage bislang persönlichsten Buch „Wenn Grenzen keine sind“ verbindet er Management mit Bergsteigen, spricht falsche Ansätze, Modelle und Moden in der Management-Lehre an und zeigt einen richtigen Weg auf. Dabei helfen die Analogien, manch Abstraktes besser zu verstehen und zu erfühlen, auch wenn man kein Bergsteiger ist. Bereits ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt: Wenn die Menschen das wenige Wichtige wüssten und verstanden hätten, dann wären sie und die Welt um sie herum schon deutlich weiter. Und somit auch die Organisationen. Die Hoffnung, die bleibt: Nach seinem berühmten „Führen, Leisten, Leben“-Buch werden die Inhalte von möglichst vielen Menschen gelesen, verstanden, rekapituliert, verinnerlicht, gelebt und somit durch ihr eigenes Handeln wirksam. Hoffen, Glauben, Wissen eben. Und der Weg dorthin geht nur durch lernen: lesen, verstehen, verknüpfen und erkennen. Change. Just do it! Und: Yes you can!

Ausstellungen zum Thema Heimat

ausstellung_kreativ-gruppeHeimat – was ist das? Malerische Arbeiten mit Assoziationen zum Thema Heimat stellt die Gruppe KreARTiv aus dem Oberallgäu vom 27.1. bis 21.02.2014 in der Fiskina in Fischen aus. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 17:00 Uhr. Wer sich für lokale Kunst interessiert: Sicher ist das ein Besuch wert und ich kommunizier das natürlich gerne weiter.
Bis zum 31.1.2014 stellt übrigens Jonathan Besler noch seine Bilder/Fotografien im Rathaus in Bad Hindelang aus – sensationell.

Die Sache mit den Seminaren…

probata_haufe_Mitarbeiter wollen lernen – die meisten zumindest. Und Organisationen buchen dazu Seminare oder laden Dozenten zu inhouse-Veranstaltungen ein. Gerade durfte ich an einem zweitägigen Seminar zum für mich nicht wirklich neuen Thema Projektmanagement (PM) teilnehmen. Veranstalter war die bekannte Haufe Akademie, wichtiger aber war der Referent Arn Praetorius. Ihm gelang es in unserer heterogenen Runde, Mitarbeiter wie Führungskräfte zu erreichen, zu sensibilisieren und Impulse zu geben. Gute Seminarunterlagen gab es obendrein zum Nachlesen der theoretischen Grundlagen. Interessant für mich, der selbst zehn Jahre PM dozierte, war nicht, wie sich die Inhalte gleichen. Erstaunlich war, wie sogar die Erlebnisse und Geschichten die gleichen sind, obwohl sie in völlig unterschiedlichen Branchen und Organisationen gesammelt wurden. Und Erfahrungen zeichnen gute Projektleiter wie gute Dozenten neben den „weichen“ Faktoren wie soziale Intelligenz & Co. ja aus. Meistens geht das einher mit einer gewissen Authentizität, Souveränität und Kommunikationsfähigkeit – wie in diesem positiven Fall gepaart mit Seniorität und Weisheit. Danke dafür!

Anfrage von der hwk schwaben und Menschenkontakt

hwk-schwaben-logoEs gibt Geschehnisse, darüber freue ich mich ganz besonders. Zum Beispiel über die heutige Anfrage der hwk schwaben, ob ich im Rahmen der neu überarbeiteten Weiterbildung zum Betriebswirt (hwk) ab Oktober 2013 im Pilotkurs für Bayern die Seminare zu Projektmanagement und Wissenschaftlichem Arbeiten übernehmen will. Natürlich würde ich wollen wollen, denn Bildung als Aufgabe ist von besonderer Bedeutung. Insbesondere, wenn Menschen wachsen, und damit meine ich jetzt nicht die körperliche Größe – erinner ich mich noch gut an die Prophezeihung einer Volontärsausbildungsverantwortlichen mir gegenüber vor vielen Jahren, dass ich nie Chefredakteur werden würde. Dazu wäre ich zu klein… Gut, heute kann ich darüber lachen wie über so manch Erlebtes die letzten dreißig Jahre!
Und dann war ich noch alleine Essen heute, was ab und zu vorkommt. Spricht mich doch glatt ein fremder Gast an und setzt sich an „meinen“ Tisch mit der Argumentation, dass ich normaler Weise auf „seinem“ Platz säße. Die Folge: Es hat sich ein für beide Seiten sehr interessantes Gespräch beim gemeinsamen Essen ergeben. Und das mit einem mir fremden (Ur-)Allgäuer! Und was lernen wir daraus: Man muss nur wach und offen sein für das, was auf einen zukommt. Gute Erlebnisse heute noch!

Fünfter Stuttgarter Kompetenz-Tag

Die Wirtschaftswelt ist dynamischer, unsicherer und komplexer geworden. Flexibilität, Veränderungsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind vielzitierte Stichworte. Einerseits stellen sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Unternehmen die Frage, wie sie die Innovationsfähigkeit ihrer Mitarbeiter sichern und ausbauen können. Andererseits ist es die Aufgabe der Hochschulen neben wissenschaftlicher Forschung vor dem Hintergrund des so genannten Bologna-Prozesses durch Lehre dazu beizutragen, dass Studierende Kompetenzen und Mut entwickeln, die sie für die Berufswelt brauchen. Beschäftigungsfähigkeit, neudeutsch „Employability“,  ist somit ein bedeutender Erfolgsfaktor für unsere Gesellschaft. Diesem spannenden Thema widmet sich der fünfte Stuttgarter Kompetenz-Tag am 29.11.2012 der Steinbeis Hochschule Berlin mit interessanten Referenten in einem spannenden Programm. Initiator der Veranstaltung ist wie gewohnt die SIBE in Herrenberg unter der Leitung von Prof. Dr. Faix.

Bibliothek auf der Suche nach Zukunft

Bibliotheken sind ein Ort der Ruhe. Sie sind beeindruckend, residieren sie doch häufig in alten, ehrfurchtsgebietenden Gebäuden. In ihnen stehen reihenweise Regale eng beieinander, vollgestopft mit Büchern und es riecht nach jahrhunderten Geschichte. Signaturen und Karteikärtchen geleiten die geneigten Leser zu den Wissensquellen im ewigen Streben nach Erkenntnis. In der Zeit des Internets stellt sich jedoch die Frage: Wie kann und muss heute eine Bibliothek jenseits von Google Books im Real Life aussehen? Die Stuttgarter Stadtbibliothek gibt auch durch ihre außergewöhnliche Architektur einen möglichen Weg vor – sehenswert!

Kultur, Konzert und Werte

Zur Zeit findet der Oberstdorfer Musiksommer statt. Das 20. Mal bilden Konzerte an historischen und originellen Spielplätzen in der Region Oberallgäu einen kulturellen Höhepunkt. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Förderung von jungen Musikern. Gestern spielte das Bayerische Landesjugendorchester und der Pianist Joseph Moog in der Katholischen Kirche St. Michael – was für ein beeindruckendes Erlebnis. Möglich wird das auch durch die Förderer SWW, für die ich seit einem halben Jahr beratend tätig bin, und die AKW.  Ist das nicht ein guter Anlass, sich bei den vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Themen wie Dauerkrise, Euro, einem Ex-BW-Ministerpräsidenten als ‚Vorbild‘ und den Morgan Stanleys dieser Welt zu besinnen? Auf die eigenen und die ‚alten‘ Werte vielleicht? Nur so ein Gedanke. Oder wie hatte der Philosoph Marquard getitelt: Zukunft braucht Herkunft. Eben: Rückbesinnung.

Menschen, mit einem Anliegen

Ich freue mich immer, wenn ich Menschen kennenlerne, die sich einem Thema verschrieben haben, mit dem sie andere Personen begeistern, inspirieren und berühren. Einer davon ist Prof. Diener. Er macht sich unter dem Motto Universaldesign stark für die Gruppe der 60+ Personen in unserer Gesellschaft. Besonders die Nutzbarkeit von gestalteten Dingen mit Fokus auf die Zielgruppe hat er dabei im Blick.
An der Hochschule für Gestaltung Ulm stellte er uns (Vorstand, Beirat und Freunde der hace-Stiftung für semantische Typografie) die Ausstellung des Grafikers Otl Aicher (1922-1991) vor. Aicher leitete damals die grafischen Arbeiten zur Olympiade 1972 in München und prägte das gesamte optische Erscheinungsbild. Für Medienschaffende, solche, die es werden wollen, und Interessierte an Bildsprache, Grafik und Gestaltung ein wertvoller Tipp: schauen, staunen, lernen. PS: Fotografieren verboten! Ja aber…